De Campo – Hiebfechten


  • Hiebfechten / Klingenproblematik /

  • Aufruhrkontrolltechniken /

  • überlieferte Schlachtfeldtechniken /

  • Zweikampf /

  • Analogien Schusswaffe v/s Messerangreifer

Hiebfechten mit unterschiedlichsten Waffen (45 bis 200 cm) wie Schwert, Säbel, Doppelschwert, Messer, Speer, Schwert+Schild, sowie mit protomalayischen Waffen wie Kris, Barong, Bolo / Arbeit mit Machete / SV-Übungen zur Messerproblematik / Stock & Linkhandmesser (Espada y Daga – Methode) / Partnerübungen und Kontakttraining / Vollkontaktsparring.

In diesem Training werden in sehr realistischer Weise fundamentale Prinzipien bewaffneter Auseinandersetzung praktiziert und wesentliche überlebensnotwendige Erkenntnisse und Handlungsinstinkte zur Beherrschung von Klingenszenarien vermittelt. (somit auch zum Verständnis der Messerproblematik in der Selbstverteidigung).

Als ehemaliger mehrfacher internationaler Escrima-Vollkontakt-Champion in Amerika zeigt Bernd Schubert Ihnen erfolgreiche Techniken aus erster Hand. Ein paar Hiebe, ein paar Schritte, etwas Distanzgefühl und schon kann man loslegen und miteinander matchen.
Natürlich gibt es auch die hohe Schule des Hiebfechtens – späterhin wird es zum reinen Strategiegefecht. Raffinierte Hieb- und Schrittmanöver, sowie hundert Prozent Haltung und Kalkül, machen den Könner aus. Anders als beim ‚weißen Fechtsport’ bewegen wir uns auf einer quadratischen Fläche, kämpfen sehr viel variantenreicher.
Schon immer wurden in Europa (auch im deutsch- /englischspradc2chigen Raum) und Asien im Training Stöcke als preiswerte Safetywaffen (Holz, Rattan o.ä.) anstelle von scharfen Klingen eingesetzt, um schwerere Verletzungen im Training zu verhindern, gleichzeitig aber mit vollem Angriffdruck üben zu können. Es gab von jeher Turniere, bei denen Stöcke als Klingen betrachtet und entsprechend gehandhabt wurden. Wer sich im Escrima an diese Konvention in früherer Zeit nicht hielt – die Stöcke also nicht als „scharfe Schwerter“ respektierte – riskierte ein Duell mit scharfen Klingen. Ansonsten hieß es ‚JuegoTodo‘ – Alles geht!

Diese Art des Hiebfechtens war während der spanischen Kolonialzeit auf den Philippinen (1521 bis 1898), so wie in Europa damals üblich, wesentlicher Bestandteil der von den Spaniern durchgeführten militärischen Grundausbildung, der sich die von den Spaniern angeworbenen eingeborenen Krieger unterziehen mußten. Dies diente u.a. der Aufstellung schlagkräftiger, sogenannter pan-insulaner Truppen zur Durchsetzung spanischer Interessen gegenüber der einheimischen Bevölkerung. (zur Niederschlagung von Revolten, zum Eintreiben von Steuern und für polizeiliche Aufgaben).

Warum turniert man bei uns nicht auch mit scharfen Klingen, wie zum Beispiel einige Burschenschaften es tun?

Praktisch gesehen: Man kann entweder scharfe Waffen nehmen, mit dem Ziel jemanden verletzen. Oder man nimmt so etwas wie Mensurschläger, mit der Absicht reduzierter Wirkung. Aber dann, muss es letztlich gar nicht zu offenen Wunden führen. Striemen wie bei uns, reichen völlig, um im Training zu erkennen, ob etwas funktioniert oder nicht.

Bei uns ist es, wie es ist, gerade damit Leute auch ohne unnötige Verletzungen, ihre Fähigkeiten im Rahmen überlieferter Konzepte verbessern können. Und zwar auch,  ohne dabei in die Illegalität abzurutschen.

Wir haben Jahrzehnte gebraucht, um heute wirklich mit Vollkontakt und voller Wucht turnieren und trainieren zu können. Und zwar zumeist, ohne einen Arzt zu brauchen bzw. andere Aktive unnötig zu schädigen.

Das Problem ist, dass man den scharfen Treffer ja oft erst hinterher spürt. Das genau ist aber im Training das Blöde, man hat dadurch praktisch nix davon, ausser dem ziemlich unverhältnismäßigen und unkalkulierbaren Verletzungsrisiko. Das haben wir ja alles in der Vergangenheit auch schon mal getestet und endeten dabei immer wieder da, wo wir heute sind. Und wie es sinnvollerweise im Escrima ja auch überliefert ist.

Deswegen haben wir heute wie früher ‚Lifestick‘ ohne Handschuh oder anderen Schutz für die wirklich Fortgeschrittenen. Die Striemen merkt man halt sofort und lernt dadurch.

Im ungeschützten Zweikampf, ist die Hand zudem eines der am häufigsten getroffenen Ziele, wo sich ein Gegner auch nachhaltig ausschalten läßt.